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Wie können sich Schwangere richtig absichern? Wie konkret ist Dein Kinderwunsch oder die Familienplanung? Du denkst, Du möchtest irgendwann Kinder haben? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich mit dem Thema Versicherungen zu befassen. Denn die Absicherung der Schwangerschaft ist eine Gesundheitsabsicherung und hier gilt immer – je früher desto besser!

Eine Geburt kostet die Krankenversicherer 2.000 € bis 4.000 € – je nachdem ob natürlich oder per Kaiserschnitt. Dazu kommen noch die Vorsorgeuntersuchungen und eventuelle Beschwerden. Manche Vorsorgeuntersuchungen und Behandlungen zur Linderung der Schwangerschaftsbeschwerden werden von Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) nicht übernommen. Die medizinische Notwendigkeit steht bei der Kostenübernahme immer im Vordergrund. Bevor Du schwanger wirst, schließt Du als gesetzlich Versicherte am besten noch eine private Krankenzusatzversicherung (PKZV) ab. So sparst Du im unvorhergesehenen Krankheitsfall, linderst Schwangerschaftsbeschwerden und genießt Vorteile bei der Behandlung im Krankenhaus, ohne dass Du dich dafür in Unkosten stürzen musst.

Die Themen im Überblick:
  • Was ist eine PKZV?
  • Was sind mögliche Bestandteile einer Zusatzversicherung?
  • Was kostet eine PKZV?
  • Was bedeutet die Gesundheitsprüfung?
  • Was bringt mir eine PKZV bei Schwangerschaft?
  • Wann sollte ich eine PKZV für Schwangere abschließen?

Was ist eine private Krankenzusatzversicherung?

Zusatzversicherungen sind für alle Menschen wichtig, die in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind. Denn die Politik reduzierte in den vergangenen Jahren bei jeder Gesundheitsreform die Leistungen der GKV. In der Folge müssen gesetzlich Versicherte heute für eine gute Versorgung im Krankheitsfall hohe Zuzahlungen für Leistungen in Kauf nehmen. In manchen Fällen musst Du die Kosten sogar komplett selbst übernehmen.

Welche Leistung Du absichern möchtest, entscheidest Du allein. Du kannst unter zahlreichen Angeboten den für Dich richtigen Tarif auswählen. Damit Du die passende Versicherung für Deine individuellen Bedürfnisse findest, habe ich die wichtigsten Aspekte in diesem Beitrag für Dich zusammengefasst.

Was sind mögliche Bestandteile einer Zusatzversicherung?

Die PKZV ist in drei Hauptbereiche unterteilt, die wiederum je nach Tarif weitere Leistungsmerkmale enthalten können. Dazu zählen:

  1. Ambulante PKZV
    • Mit oder ohne Heilpraktiker sowie alternative Heilverfahren
    • Mit oder ohne Augenheilkunde, Seh- und Hörhilfen (Brillen, Kontaktlinsen, Hörgeräte)
    • Erweiterte Vorsorge
  2. Stationäre PKZV
    • Privatärztliche Behandlung (“Chefarzt”)
    • 1- oder 2-Bettzimmer
    • Krankenhaustagegeldversicherung
    • Ambulante Operationen
  3. PKZV für Zähne
    • Zahnerhalt (Kronen, Inlays)
    • Zahnersatz (Implantate)
    • Kiefernorthopädie (beispielsweise Zahnspange)
    • Prophylaxe

Du kannst eine PKZV für alle Bereiche abschließen oder nur für einzelne Leistungen. Es kommt also darauf an, was Dir wichtig ist. Du solltest Dir folgende Fragen stellen:

  • Welche Leistungen brauche ich heute und künftig unbedingt?
  • Wie viel bin ich bereit, für die Versicherungsbeiträge zu zahlen?

Generell gilt: Die PKZV ist für jeden gesetzlich Versicherten eine sinnvolle Ergänzung. Sie vermeidet hohe Zuzahlungen und beugt gegen überraschende Kosten vor. Denn bei manchen Heilverfahren zahlt die Krankenkasse gar nicht oder nur eine Standardbehandlung.

Was kosten Zusatzversicherungen?

Wie viel die Versicherung kostet, hängt insbesondere von vier Faktoren ab:

  • Alter des Versicherten bei Versicherungsbeginn
  • Das persönliche Risikoprofil des Versicherten
  • Umfang der gewählten Leistungen
  • Altersrückstellungen

Die Kosten einer Zusatzversicherung steigen mit Deinem Lebensalter an. Je jünger Du bist, desto niedriger sind die monatlichen Beiträge. Das bedeutet auch, dass die Prämien höher sind, je später Du eine PKZV abschließt. Großen Einfluss auf die Beitragshöhe haben Vorerkrankungen.

Außerdem gibt es Tarife, die mit Altersrückstellungen kalkuliert werden und solche bei denen dies nicht der Fall ist. Wenn du einen Tarif mit Altersrückstellungen abschließt, dann ist dieser teurer als derselbe Tarif ohne Altersrückstellungen. Allerdings ist der Beitrag dann relativ stabil berechnet, d.h. der Beitrag steigt nicht mit zunehmendem Alter. Tarife ohne Altersrückstellungen steigen im Alter an. Wenn Du dich also für einen Zusatztarif entscheidest, den Du gerne dein Leben lang behalten möchtest, wie z.B. einen stationären Zusatz, dann solltest Du ggf. darauf achten dass dieser Altersrückstellungen bildet.

Was bedeutet die Gesundheitsprüfung?

Vor Vertragsabschluss fragen die Versicherungsanbieter mit der sogenannten Gesundheitsprüfung nach Deinen Vorerkrankungen und anstehenden Behandlungen. Diese Gesundheitsprüfung vor Abschluss einer Krankenversicherung besteht aus einem Fragebogen, den Du ehrlich beantworten musst. Wenn Du eine Vorerkrankung oder anstehende Behandlungen verschweigst, erfährt es die Versicherung spätestens, wenn Du Leistungen beantragst. Spätestens dann stellt sich heraus, dass eine Vorerkrankung bei Vertragsabschluss vorlag. Hast Du die Vorerkrankung verschwiegen, kann es passieren, dass die PKZV nicht zahlt oder ihrerseits den Vertrag rückwirkend kündigt.

Die Gesundheitsprüfung dient also der Versicherung dazu, Dein persönliches Risikoprofil zu ermitteln. Dafür musst Du alle Erkrankungen der vergangenen fünf Jahre angeben. Bestimmte Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen, Ausschlüssen oder sogar zu einer Ablehnung führen. Es gibt auch für manche Bereiche PKZV, die Du ohne Gesundheitsprüfung abschließen kannst. Hier lohnt sich eine Beratung, denn dafür muss man einen etwas eingeschränkten Versicherungsschutz auf sich nehmen.

Wenn Du bei einem ersten Antrag abgelehnt wurdest, kannst Du durchaus ein paar Jahre später wieder anfragen. Möglicherweise ist Deine Krankheit bis dahin komplett ausgeheilt oder dein Gesundheitszustand hat sich erheblich verbessert (z.B. im Falle von psychischen Vorerkrankungen oder Operationen).

Wichtig für Schwangere: Die Zusatzversicherung sollte so früh wie möglich abgeschlossen werden. Wenn Du bereits schwanger bist, wirst Du von vielen Versicherungen abgelehnt.

Was bringt mir eine Zusatzversicherung bei Schwangerschaft?

Natürlich ist eine Schwangerschaft keine Krankheit. Trotzdem gleicht jede Geburt ein wenig einem Wunder. Die meisten Schwangerschaften verlaufen auch ohne Komplikationen. Allerdings gelten rund 35 % als Risikoschwangerschaften und ca. 30 % der Kinder kommen per Kaiserschnitt zur Welt. Zu den Faktoren einer Risikoschwangerschaft zählen unter anderem das Alter der Schwangeren, Vorerkrankungen oder mögliche Komplikationen aus früheren Schwangerschaften.

Trotzdem gibt es in nur sehr seltenen Fällen Grund zur Sorge, denn 97 % aller Kinder in Deutschland kommen gesund auf die Welt. Für die Mutter kann die Schwangerschaft aber zu unvorhergesehenen gesundheitlichen Belastungen führen. Deshalb wünschen sich viele werdende Mütter zusätzliche ambulante Behandlungen, z.B. Naturheilverfahren durch einen Heilpraktiker gegen Schwangerschaftsbeschwerden. Kommt es zu schweren Komplikationen während der Schwangerschaft, musst Du im schlimmsten Fall frühzeitig ins Krankenhaus, um Dich und Dein Kind zu schützen.

Lieber beugen Schwangere deswegen vor und auch hier gibt es einen erweiterten Vorsorgekatalog. Das bedeutet z.B. dass Schwangere öfter Ultraschalluntersuchungen vornehmen. Auch der Harmony Test gehört zur Vorsorge dazu. Mit Zusatzversicherungen genießt Du fast alle Vorteile der Privatversicherten und profitierst von zusätzlichen Leistungen, die die GKV nicht oder nur teilweise übernimmt. So bist du optimal als Schwangere abgesichert. Und außerdem kann man nach der Geburt seinem  Kind jegliche Zusatztarife über die Kindernachversicherung ohne Gesundheitsprüfung weitergeben.

Hierbei ist außerdem zu beachten, dass es nicht einen Tarif gibt, sondern verschiedene Bereiche abgesichert werden können. Im groben Überblick:

  Krankenzusatzversicherung Versicherte in der GKV
Stationär
  • Chefarztbehandlung
  • Ein- oder Zweibettzimmer
  • Krankenhaustagegeld
  • Der gerade diensthabende Arzt
  • Drei- bis Vierbettzimmer
  • Nein – im Gegenteil 10 Euro Zuzahlung (entfällt bei Krankenhausaufenthalt nur für die Entbindung)
Ambulant
  • Geburtsvorbereitungskurs
  • Zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen
  • Heilpraktiker / Naturheilverfahren, z.B. Akupunktur zur Vorbereitung auf die Geburt
  • Von der GKV in der Regel nur ein Zuschuss
  • Nein – Selbstzahler bis zu 200 Euro beispielsweise für ein 3D-Ultraschall
  • Selten oder hohe Zuzahlung
Zahn
  • Zahnerhalt und -ersatz
  • Nur das medizinisch Notwendige oder hohe Zuzahlung

Wann sollte ich eine Krankenzusatzversicherung für Schwangere abschließen?

Zusatzversicherungen speziell für Schwangere gibt es nicht. Mittlerweile dürfen die Krankenversicherer nur noch sogenannte „Unisex-Tarife“ anbieten, die für Männer und Frauen mit gleichen Beiträgen kalkuliert sind.

Achtung: Wenn Du in der Schwangerschaft abgesichert sein willst, musst Du die Versicherung schon weit vor Beginn der Schwangerschaft abschließen. Denn für Schwangere besteht eine achtmonatige Wartezeit bis die Versicherung in Kraft tritt. Deshalb ist es nach dem positiven Schwangerschaftstest schon zu spät über eine Versicherung nachzudenken.

Wenn Du in der Vergangenheit Vorerkrankungen hattest, ist es unbedingt sinnvoll, dass du Dich von einem unabhängigen Berater beraten lässt und eine Risikovoranfrage machen lässt. Welche Versicherungen außerdem noch wichtig für Familien sind, erfährst Du in diesem Video.